6. Bildungsgerechtigkeit – gleiche Chancen von Anfang an
Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Doch noch immer ist in Deutschland jedes siebte Kind armutsgefährdet. Wenn Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind, leidet auch der Bildungserfolg. Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein politisches Problem. Wir verstehen Bildungsgerechtigkeit als zentrale soziale Aufgabe der Kommune.
Kostenfreie und gesunde Verpflegung
Deshalb fordern wir:
- Kostenloses, gemeinsames Frühstück und Mittagessen in allen Schulen und Kindertagesstätten
- Frische, ausgewogene und kindgerechte Ernährung
- Zugang für alle Kinder ohne Antrag, Kontrolle oder Stigmatisierung
Lernumgebungen, die zum Lernen einladen
Deshalb fordern wir:
- Sanierung maroder Schulgebäude als kommunale Pflichtaufgabe
- Funktionierende Heizungen, schimmelfreie Räume und sichere Gebäude als Mindeststandard
- Gut ausgestattete Sport- und Pausenflächen
- Moderne digitale Ausstattung: stabiles WLAN, zeitgemäße Endgeräte und geeignete Lernsoftware
Mehr Personal für mehr Gerechtigkeit
Deshalb fordern wir:
- Ausreichende Personalausstattung an allen Schulen
- Ausbau der Schulsozialarbeit und schnelle Besetzung offener Stellen
- Unterstützung von Integration und Inklusion durch multiprofessionelle Teams
- Qualifizierte Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal
- Pädagogisch hochwertiger Ausbau des Ganztagsangebots
Kostenfreie Nachhilfe statt kommerzieller Hürden
Deshalb fordern wir:
- Aufbau kommunaler, niedrigschwelliger Nachhilfeangebote
- Kostenfreier Zugang unabhängig vom Einkommen der Eltern
- Gezielte Unterstützung beim Übergang auf weiterführende Schulen
Leitbild Bildung
Bildung ist ein Recht – kein Privileg. Eine Stadt, die Bildungsgerechtigkeit ernst nimmt, investiert in Kinder, Jugendliche und gute Lernbedingungen. Das ist die Grundlage für soziale Teilhabe, demokratische Kompetenz und eine solidarische Zukunft.