Kommunalwahl 2026 in Kempten
#BrückenbauerInnen
DIE LINKE tritt geeint und entschlossen zur Kommunalwahl am 8. März 2026 an.
Kempten ist für uns eine Stadt der Vielfalt und des Potenzials. Deshalb haben wir unsere Liste bewusst so gestaltet: 19 Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, aus verschiedenen Berufen und mit vielfältigen kulturellen Hintergründen haben sich entschieden, gemeinsam für ein soziales, gerechtes und modernes Kempten einzutreten.
Unser Leitmotiv ist klar: Wir bauen Brücken – nicht für schöne Bilder, sondern für ein gutes Leben im Alltag. In einer Zeit, in der viele Menschen unter Stress, Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung leiden, braucht es eine Politik, die zuhört, die Menschen zusammenbringt und konkrete Lösungen schafft. Eine Politik, die niemanden zurücklässt.
Brücken bauen heißt für uns:
- dass Alleinerziehende nicht zwischen Job, Kita und Monatsende zerrieben werden,
- dass pflegende Eltern und Angehörige nicht allein gelassen werden,
- dass Handwerker*innen und Beschäftigte faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und bezahlbare Mieten haben,
- dass Rentner*innen ohne Angst vor steigenden Kosten leben können,
- und dass Menschen, die „mit Politik nichts am Hut haben“, trotzdem spüren: Diese Stadt kümmert sich um mich.
An der Spitze unserer Liste stehen Alihan Ulu und Lea Gläßer. Beide kommen aus dem Lebensmittelhandwerk und wissen, was es heißt, früh aufzustehen, hart zu arbeiten und Verantwortung zu tragen. Sie kennen die Bedürfnisse der Kemptner*innen – von Jung bis Alt, von Menschen mit Migrationsgeschichte bis zu Alteingesessenen.
Die zentralen Herausforderungen unserer Stadt sind klar: bezahlbares Wohnen, verlässliche Pflege, nachhaltige Mobilität sowie die soziale und kulturelle Entwicklung Kemptens. Diese Themen greifen ineinander und müssen gemeinsam gedacht werden – denn Wohnen, Arbeit, Pflege, Mobilität und Teilhabe sind keine getrennten Baustellen, sondern Teile eines solidarischen Ganzen.
Unsere Stadt gehört uns allen. Deshalb braucht es eine Politik des Wandels, des Rückgrats und der Zuversicht. DIE LINKE Allgäu freut sich, ihr Wahlprogramm mit elf Kernthemen vorzustellen – und macht deutlich: Wir verbinden, was zusammengehört. Wir bauen Brücken, die tragen.
Kapitel 1: Sicherheit vor Gewalt – Schutz und Teilhabe für alle
Sicherheit vor Gewalt ist nicht verhandelbar. In Kempten erleben Frauen, Mädchen und andere gefährdete Gruppen immer wieder Situationen, in denen sie sich unsicher fühlen, sei es auf dem Heimweg in der Nacht, in schlecht beleuchteten Straßen oder in Angsträumen, die durch bauliche Vernachlässigung entstanden sind. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Randthema, sondern eine alltägliche Realität, die wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen dürfen.
Für uns als DIE LINKE ist klar: Prävention, Schutz und Aufklärung müssen Hand in Hand gehen. Es reicht nicht, über Sicherheit zu reden wir müssen konkrete Maßnahmen ergreifen, die Frauen und Mädchen stärken, ihnen Schutzräume bieten und die Stadt so gestalten, dass sie für alle sicher und lebenswert ist. Sicherheit bedeutet auch Teilhabe: Wer Angst hat, bestimmte Orte zu betreten oder Wege zu nutzen, wird faktisch ausgeschlossen. Deshalb setzen wir uns für eine Politik ein, die Fürsorge und Schutz als Grundpfeiler einer solidarischen Stadt versteht.
Unsere Forderungen:
- Frauen- und Mädchenprojekte fördern, statt zu kürzen
- Sichere Treffpunkte für Mädchen und junge Frauen schaffen
- Frauenhäuser finanziell absichern und erweitern
- Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen stärker finanzieren und Kliniken ausbauen
- Städtische Aufklärungsangebote zum Thema Verhütung sollten niederschwellig bereitgestellt werden und sind nicht ausschließlich Aufgabe der Schulen.
- Einführung eines Frauen-Nacht-Taxi-Gutschein-Systems für sichere Heimwege
- Stadtteilbegehungen zum Thema Angsträume in jedem Stadtteil durchführen, dokumentieren und sichtbar machen
- Angsträume besser ausleuchten und durch bauliche Maßnahmen sicherer gestalten
- Selbstverteidigungs- und Verhaltenskurse für Frauen und weiblich gelesene Personen anbieten
Kapitel 2: Vielfalt schützen - Queere Politik und Antidiskriminierung
Kempten ist eine Stadt der Vielfalt, doch diese Vielfalt braucht Schutz und Förderung. Noch immer erleben queere Menschen Diskriminierung, Ausgrenzung und Unsicherheit im Alltag. Für uns als DIE LINKE ist klar: Gleichberechtigung darf nicht nur auf dem Papier stehen, sondern muss durch konkrete Maßnahmen und Strukturen im Alltag spürbar werden.
Wir fordern kommunale Aktionspläne mit klaren Maßnahmen und ausreichender finanzieller wie personeller Ausstattung. Diese Pläne müssen gemeinsam mit queeren Organisationen, Beratungsstellen und der Zivilgesellschaft entwickelt werden, denn nur so entstehen Lösungen, die wirklich den Bedürfnissen der Menschen entsprechen.
Queere Sichtbarkeit ist ein Gewinn für die gesamte Stadtgesellschaft. Veranstaltungen wie der Christopher Street Day zeigen, dass Vielfalt gefeiert werden kann und Schutzräume für queere Menschen unverzichtbar sind. Gleichzeitig braucht es eine klare Haltung gegen Homophobie und Ausgrenzung: Kempten muss eine Stadt sein, in der alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können.
Unsere Forderungen:
- Kommunale Beratungs- und Antidiskriminierungsstellen einrichten und absichern
- Queere Initiativen wie den Christopher Street Day fördern sowie Schutzräume und Ansprechpersonen bereitstellen
- Unterstützung beim Aufbau von Räumen für diverse Menschen
- Konsequente Bekämpfung von Homophobie und Ausgrenzung von LGBTIQ*
- Coming-out-Hilfen zur Bewusstseinsstärkung von sexueller Vielfalt und Selbstbestimmung
Kapitel 3: Wohnen und Miete
Die Mieten in vielen Kommunen Bayerns sind dramatisch gestiegen – im Durchschnitt um rund 17 Prozent in den letzten 10 Jahren - bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Immer mehr Menschen sind gezwungen, einen Großteil ihres Einkommens für Wohnkosten aufzuwenden. Darum fordern wir:
- Einführung eines Mietpreisdeckels auf kommunaler Ebene in den kommunalen Wohnbaugesellschaften
- Stärkung und Ausbau kommunaler Wohnungsbaugesellschaften, um jährlich mindestens 50 Prozent der neu entstehenden Wohnungen als Sozialwohnungen zu realisieren
- Nutzung von Erhaltungssatzungen, um ein Vorkaufsrecht der Kommune sicherzustellen und sozialverträgliche Mieten zu ermöglichen.
- Keine Privatisierung von kommunalem Grund und Boden; stattdessen gezielte Vergabe an gemeinnützige Träger und Genossenschaften. Einführung eines kommunalen Bauprogramms für Auszubildende, Studierende, queere Jugendliche und kinderreiche Familien.
- Verhinderung von Zweckentfremdung von Wohnraum, etwa durch Leerstand oder Ferienwohnungen, durch konsequente Satzungen Umsetzung eines kommunalen Leerstandsmanagements zur Nutzung von unbewohnten Immobilien.
- Förderung gemeinnütziger Bauprojekte besonders in hochpreisigen ländlichen Gemeinden, um bezahlbaren Wohnraum für Familien, Auszubildende, queere Jugendliche und ältere Menschen zu schaffen
Kapitel 4: Parkautomaten - Skandal, Digitales Zeitalter, Transparenz in Stadtverwaltung
Kempten braucht endlich eine Stadtverwaltung, die transparent und modern arbeitet. Der Parkautomaten-Skandal Ende 2025, bei dem ein Schaden im fünf- bis sechsstelligen Bereich entstand, ist ein Sinnbild für das Versagen
der aktuellen Strukturen: Intransparenz, fehlende Kontrolle und ein System, das Verantwortung verschleiert statt übernimmt. Solche Vorgänge sind nicht nur peinlich, sie sind ein direkter Angriff auf das Vertrauen der Bürger*innen in ihre Verwaltung.
Für DIE LINKE in Kempten ist klar: Faxgeräte und veraltete Technik sind nur die Spitze des Eisbergs – das eigentliche Problem liegt in einem Filz aus Personalentscheidungen und Strukturen, die nicht nach Kompetenz, sondern nach Verbindungen funktionieren. Wer öffentliche Gelder verantwortungslos verschwendet, gefährdet die Zukunft unserer Stadt.
Unsere Forderungen für eine Verwaltung mit Rückgrat:
- Digitale Modernisierung: Abschaffung veralteter Technik, Einführung sicherer und effizienter Systeme.
- Transparenz statt Vertuschung: klare Verantwortlichkeiten, offene Daten und nachvollziehbare Entscheidungen.
- Bürgerfreundliche Services: einfache Online-Terminvergabe, digitale Formulare und barrierefreie Zugänge.
- Kompetenz statt Filz: Stellenbesetzungen nach Qualifikation, nicht nach Beziehungen.
- Kontrolle und Prävention: Mechanismen, die Skandale wie den Parkautomaten-Fall künftig unmöglich machen.
- Digitale Demokratie: Beteiligungsplattformen, die Bürger:innen echte Mitsprache geben.
Eine Verwaltung, die Fehler vertuscht, verliert das Vertrauen der Menschen. Wir stehen für eine Politik, die Missstände nicht beschönigt, sondern konsequent aufklärt und verbessert – damit Kempten eine Stadt wird, in der Demokratie und Bürgernähe wirklich gelebt werden
Kapitel 5: Inklusion und Teilhabe – Politik, die niemanden ausschließt
Für DIE LINKE ist Inklusion kein Zusatz, sondern ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit. Eine Stadt ist erst dann wirklich solidarisch, wenn alle Menschen selbstbestimmt leben, sich bewegen, arbeiten, wohnen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können – unabhängig von körperlichen, psychischen oder kognitiven Voraussetzungen.
Wir richten uns dabei ausdrücklich an den Behindertenbeirat der Stadt Kempten, dessen Expertise und Engagement wir als unverzichtbar für eine gerechte Kommunalpolitik ansehen. Die Erfahrungen der Betroffenen müssen stärker in Entscheidungen einfließen – nicht erst am Ende eines Prozesses, sondern von Anfang an.
- Was heißt das konkret für Kempten?
- Barrierefreie Wege, Gebäude und Haltestellen: Noch immer sind viele öffentliche Orte, Ämter und Verkehrsknotenpunkte in Kempten nicht vollständig barrierefrei. Wir setzen uns dafür ein, dass Barrierefreiheit
verbindlicher Standard wird – nicht freiwillige Option. - Ein ÖPNV, der für alle nutzbar ist: Niederflurbusse, funktionierende Rampen, akustische und visuelle Ansagen sowie barrierefreie Bushaltestellen müssen selbstverständlich sein. Mobilität ist Teilhabe.
- Inklusive Kultur- und Freizeitangebote: Veranstaltungen, Museen, Sportstätten und Vereine müssen für Menschen mit Behinderung zugänglich sein – räumlich, finanziell und kommunikativ.
- Barrierefreie Kommunikation: Leichte Sprache, verständliche Formulare, digitale Zugänge und klare Informationen sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für politische Teilhabe.
- Selbstbestimmtes Wohnen: Menschen mit Behinderung brauchen bezahlbare, barrierefreie Wohnungen und Unterstützung, die ihnen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht.
- Gute Arbeitsbedingungen und echte Chancen: Inklusion heißt auch, dass Menschen mit Behinderung nicht in Sonderstrukturen abgeschoben werden, sondern Zugang zu regulärer Arbeit, Qualifizierung und fairer Bezahlung erhalten.
- Pflege und Assistenz, die entlastet: Familien, die Angehörige mit Behinderung pflegen, dürfen nicht allein gelassen werden. Wir setzen uns für wohnortnahe Unterstützung, Entlastungsangebote und bessere Koordination ein.
Für uns ist klar: Inklusion ist kein Kostenfaktor, sondern ein Menschenrecht. Eine Stadt, die Barrieren abbaut, schafft Freiheit. Eine Stadt, die Teilhabe ermöglicht, schafft Zusammenhalt. Und eine Stadt, die auf die Expertise des Behindertenbeirats hört, schafft Zukunft.
Kapitel 6: Tierschutz
Linke Kommunalpolitik kann das bestehende Tierschutzgesetz nicht unmittelbar ändern, aber wir können auf kommunaler Ebene klare Zeichen setzen. Der Schutzauftrag des Staates darf sich nicht nur auf den Menschen beschränken auch Tiere haben ein Recht auf eine natürliche, artgerechte Existenz, unabhängig von ihrem Nutzwert.
Wir wollen Schinderei und quälerische Haltungsweisen beenden und wissen zugleich: Keine Gefangenschaft kann jemals zu 100 Prozent artgerecht sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der respektvolle Umgang mit Tieren erlernt, praktiziert und gesellschaftlich verankert wird. Tierschutz ist für uns nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch eine Frage von Verantwortung und Fürsorge in einer solidarischen Stadt.
- Unsere Forderungen für den Tierschutz in Kempten:
- Stärkung von Tierschutzorganisationen wie Zuflucht für Tiere e.V., Tierschutzverein Kempten e.V. und Stadttauben Kempten e.V.
- Verbot des Abbrennens von Silvesterfeuerwerk im Umkreis der Tierheime sowie in Wohngebieten – zum Schutz von Tieren vor Panik, Verletzungen, Bränden, Lärm und Feinstaubbelastung
- Ausweisung und Ausstattung geeigneter Flächen für Hundewiesen Einführung einer kommunalen Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen
- Keine Genehmigungen für Zirkusgastspiele mit Tieren
Kapitel 7: Kultur, Jugend, Begenung und Demokratische Aufklärung
Die Zukunft unserer Stadt ist wie ein unbemaltes Gemälde – voller Möglichkeiten und Potenziale. Wir als DIE LINKE in Kempten setzen uns dafür ein, die Kulturszene zu stärken und das Ehrenamt zu fördern. Kultur ist für uns kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Ob im Stadtteil Thingers, im Kemptner Osten oder in der Innenstadt: Kultur verbindet Menschen und schafft Räume der Begegnung.
Kempten verfügt über eine überschaubare, aber vielfältige Kulturlandschaft vom Stadttheater über das Forum Allgäu bis hin zu Parks, Naherholungsorten und kleineren Kulturstätten wie Bars, Kneipen und Eventflächen.
Diese Orte wollen wir nicht nur erhalten, sondern gezielt fördern, damit sie für alle Generationen zugänglich bleiben. Denn Jugend, Senior*innen, Arbeitende und Erwerbslose haben unterschiedliche Bedürfnisse, doch eines eint sie: das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Dazu gehört auch die soziale Infrastruktur im Alltag – etwa das Vorhandensein von öffentlichen Toiletten, die gerade für ältere Menschen, Familien mit Kindern oder Menschen mit Einschränkungen eine Frage von Fürsorge, Würde und echter Teilhabe sind.
Gleichzeitig sehen wir den Rechtsruck und die Verbreitung von Fake News als ernste Gefahr für unsere demokratisch-freiheitliche Grundordnung. Projekte wie „Demokratie leben!“, die seit 2021 auch in Kempten umgesetzt werden und zivilgesellschaftliches Engagement gegen Extremismus fördern, unterstützen wir ausdrücklich. Ebenso begrüßen wir Initiativen wie die „DemokratieWerkStadt“ des Stadtjugendrings Kempten, die junge Menschen für Demokratie begeistert und politische Jugendbildung stärkt. Doch wir wollen nicht nur fördern, sondern auch selbst aktiv werden: Als Stadträte und Partei werden wir in die Stadtviertel gehen insbesondere nach Thingers und Bühl, um mit Projekten und Veranstaltungen demokratische Aufklärung direkt vor Ort zu verankern.
Unsere Forderungen für Kultur, Jugend und Demokratie in Kempten:
- Kulturszene stärken: Förderung von Theater, Musik, Kunst und alternativen Kulturorten.
- Kulturelle Angebote dürfen kein Privileg sein, sondern müssen allen offenstehen. Für Kinder und Jugendliche sollen sie kostenlos oder stark vergünstigt zugänglich sein. Deshalb fordern wir die Einführung eines Kulturpasses für Jugendliche, der freien oder ermäßigten Eintritt in Museen, Theater, Konzerte und andere kulturelle Einrichtungen
ermöglicht damit Teilhabe an Kultur nicht vom Geldbeutel abhängt, sondern selbstverständlich wird. - Ehrenamt unterstützen: bessere Rahmenbedingungen und Anerkennung für freiwilliges Engagement.
- Begegnungsräume ausbauen: Parks, Foren und Freizeitstätten als Orte der Teilhabe erhalten und erweitern.
- Soziale Infrastruktur sichern: mehr öffentliche Toiletten und barrierefreie Angebote für echte Fürsorge und Teilhabe.
- Demokratieprojekte fördern: Unterstützung von „Demokratie leben!“ und „DemokratieWerkStadt“ sowie eigene Initiativen in den Stadtteilen.
- Die Stadt Kempten muss Bildungs- und Präventionsangebote zu Diskriminierung, Sexismus und Queerfeindlichkeit konsequent ausbauen. Schulen und Jugendzentren dürfen mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden es braucht kommunale Unterstützung, die dauerhaft finanziert und professionell begleitet wird. Ziel ist ein respektvolles und solidarisches Miteinander, das Vielfalt anerkennt und stärkt. Nur durch frühzeitige Aufklärung und kontinuierliche
Prävention können wir eine Stadt schaffen, in der alle Menschen frei und ohne Angst leben. - Aufklärung gegen Fake News und Extremismus: Informationskampagnen und Veranstaltungen in Schulen, Vereinen und Stadtvierteln.
Kapitel 8: Nachhaltige WIRtschaft
Gescheiterte Projekte wie das „Kemptner Loch“ oder verschwendete Gelder für abenteuerliche ÖPNV-Versuche wie die Seilbahnplanung zeigen deutlich:
So sieht keine verantwortungsvolle Politik aus. Hohe Beträge wurden in Ideen gesteckt, die weder den Menschen vor Ort dienen noch langfristig tragfähig sind. Für uns als DIE LINKE ist klar: Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die sinnvoll, nachhaltig und sozial ausgerichtet ist nicht Prestigeprojekte, die am Bedarf vorbeigehen.
Eine nachhaltige Wirtschaft bedeutet für uns: regionale Wertschöpfung, faire Arbeitsbedingungen und Investitionen, die den Menschen zugutekommen. Statt kurzfristiger Prestigeprojekte setzen wir auf eine Politik, die die Lebensqualität in Kempten und im Allgäu verbessert und gleichzeitig ökologische Verantwortung übernimmt.
UnsereForderungen für eine nachhaltige Wirtschaft in Kempten:
- Regionale Wertschöpfung stärken: Förderung lokaler Betriebe, Handwerk und nachhaltiger Tourismus statt Großprojekte ohne Nutzen.
- Soziale Verantwortung einfordern: Unternehmen müssen faire Löhne zahlen und Tarifbindung respektieren.
- Investitionen in Zukunft statt Prestige: Gelder für Bildung, Pflege, Kultur und ÖPNV statt für gescheiterte Bauprojekte.
- Ökologische Nachhaltigkeit: Förderung klimafreundlicher Technologien und ressourcenschonender Produktion.
- Transparente Wirtschaftspolitik: klare Kontrolle über städtische Investitionen, damit Skandale wie das „Kemptner
Loch“,,Parktautomante-Gate,, ,,Heiligkreuzer Klagemauer,, usw. nicht wieder passieren. - Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Arbeitnehmer*innen: für eine Wirtschaft, die den Menschen dient, nicht dem Profit.
Kapitel 9: Gewerkschaften und Arbeit
Kempten als Wirtschaftszentrum des Allgäus
Kempten ist nach Augsburg die größte Stadt im Bezirk Schwaben und bietet den Bürger*innen vielfältige berufliche Möglichkeiten im Handel, in der Pflege und im Tourismus. Doch die Realität vieler Menschen sieht anders aus: Lohndumping, prekäre Beschäftigungen und niedrige Gehälter prägen auch hier den Alltag. Hinzu kommen ein ineffizient getakteter ÖPNV, hohe Mietkosten und ein unzureichendes Angebot an Kinder- und Jugendbetreuung. Diese Faktoren stellen für viele Menschen eine der größten Herausforderungen dar.
DIE LINKE Allgäu in Kempten setzt sich für eine lokale und nachhaltige Wirtschaft ein, in der der Mensch im Vordergrund steht nicht der Profit. Verantwortung ist nicht allein Aufgabe der Kommunalpolitik, sondern auch
der Unternehmen und Einrichtungen. Deshalb wollen wir den Dialog suchen und eine Wirtschaft fördern, die modern, tariforientiert und mit den Lebensrealitäten der Mehrheit unserer Bevölkerung vereinbar ist.
Als Partei mit historischer Verwurzelung in Gewerkschaften und Arbeitnehmervereinigungen ist es unser Grundprinzip, diese verstärkt in unser politisches Handeln einzubeziehen.
- Förderung bezahlbarer Mieten in infrastrukturell günstigen Lagen
- Stärkung tarifgebundener Beschäftigung und faire Löhne
- Ausbau von Kinder- und Jugendbetreuung als Grundlage für soziale Teilhabe
- Verbesserung des ÖPNV durch klare Taktung und echte Alternativen zum Auto
- Unterstützung einer nachhaltigen, regional verankerten Wirtschaft, die Verantwortung übernimmt
Kapitel 10: Verkehrswende und Innenstadt
Als Partei der Arbeitenden und der Schülerschaft sehen wir den hohen Bedarf an einem gut ausgebauten und verständlichen Bussystem. Mehr Parkplätze und Autos werden die Mobilitätsprobleme in der Innenstadt nicht lösen stattdessen braucht es ein freundliches Konzept für Fußgänger*innen, Radfahrende und Busnutzer*innen. Viele Straßen sind derzeit unübersichtlich, vom Autoverkehr dominiert und unsicher für alternative Verkehrsteilnehmende.
Für uns als DIE LINKE in Kempten ist entscheidend, ein pragmatisches Konzept mitzugestalten. Ein funktionierender ÖPNV ist ein klarer Mehrwert für alle von Arbeitenden über Schüler*innen bis hin zu Nachtschwärmer:innen. Das Auto hat ohne Zweifel seine Berechtigung, doch wir fordern Lösungen, die echte Wahlfreiheit ermöglichen, statt Menschen auf das Auto zu zwingen. Auch die uneinheitliche Verteilung der Tempolimits in der Innenstadt sehen wir kritisch, hier braucht es eine klare und einheitliche Regelung.
ÖPNV darf kein Abenteuer sein, sondern muss ein verlässliches Angebot darstellen. Daher fordern wir:
- einen verständlichen und nutzerfreundlichen Linienplan, der echte Alternativen zum Auto bietet
- eine bessere Taktung und Ausweitung der Busverbindungen, auch in den Abendstunden
- sichere und übersichtliche Wege für Fußgänger:innen und Radfahrende
- einheitliche Tempolimits von 30 km/h in der Innenstadt für mehr Klarheit und Sicherheit
Kapitel 11: Zusammenhalt – Brücken bauen für ein gemeinsames Kempten
Die Stadtbild-Aussage von Kanzler Merz hat gezeigt, wie Worte von politischer Verantwortungsträgern das gesellschaftliche Klima beeinflussen können. Solche Aussagen tragen nicht zu Zusammenhalt bei, sondern
verstärken Spannungen und Polarisierung. In Kempten spüren wir, wie diese Stimmung genutzt wird, um Misstrauen zu schüren und Menschen gegeneinanderzustellen.
Wir als DIE LINKE werden im Stadtrat und in der Öffentlichkeit jeder Form rechter Hetze entschieden entgegentreten – besonders dort, wo die AfD versucht, Menschen gegeneinander auszuspielen. Eine Politik, die rassistische Parolen unwidersprochen stehen lässt oder demokratische Teilhabe auf Schlagworte reduziert, hat in unserer Stadt keinen Platz.
Dabei beschränken wir uns nicht auf die AfD: Jede Form von Politik, die Spaltung fördert oder auf Kosten gesellschaftlicher Gruppen arbeitet, werden wir klar benennen und ihr widersprechen.
Unser Anspruch ist eine solidarische Stadt, in der alle Menschen gehört werden, politische Entscheidungen nachvollziehbar sind und Lösungen gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickelt werden. Kempten soll ein Ort sein, an dem Respekt, Transparenz und Zusammenhalt den Ton angeben – nicht Angst, Ausgrenzung oder Stimmungsmache.
Zusammenarbeit im Stadtrat darf nicht von Machtspielchen oder Hinterzimmerpolitik bestimmt sein, sondern von Respekt und dem gemeinsamen Ziel, Kempten sozial und gerecht zu gestalten. Wir fordern eine klare Haltung aller progressiven Parteien: keine Toleranz gegenüber Rassismus, keine Deals mit der AfD, sondern eine offene und transparente Politik für die Menschen in unserer Stadt.
Nur wenn wir Brücken bauen, Vielfalt als Stärke begreifen und den Mut haben, Missstände klar zu benennen, entsteht ein Kempten, das wirklich allen gehört.
Unsere Grundsätze für Zusammenhalt und Demokratie in Kempten:
- Klare Haltung gegen Rechts: keine Zusammenarbeit mit der AfD, konsequentes Eintreten gegen Rassismus und Hetze.
- Transparenz leben: Entscheidungen nachvollziehbar machen und Bürger:innen aktiv einbeziehen.
- Dialog fördern: direkte Gespräche in den Stadtvierteln, offene Foren und Bürgerbeteiligung.
- Ehrliche Zusammenarbeit: konstruktives Miteinander mit allen demokratischen Parteien im Stadtrat.
- Brücken bauen statt Mauern: Vielfalt als Stärke begreifen und solidarische Lösungen entwickeln.