Neustart für Die Linke im Allgäu: Kreisverband wählt neuen Vorstand und rückt soziale Themen in den Fokus
Auf dem Kreisparteitag am 14. Mai 2026 im Kemptener Gewerkschaftshaus hat der Kreisverband Allgäu der Partei Die Linke vorzeitig einen neuen Vorstand gewählt. Mit dem neuen Vorstand stellt sich die Allgäuer Linke nun geeint, personell erneuert und mit klarem inhaltlichem Kompass für die Zukunft auf.
Der neue Vorstand geht mit dem festen Ziel in die Arbeit, die reguläre Amtszeit von zwei Jahren voll auszuschöpfen, um den Kreisverband politisch sowie strukturell voranzubringen und für das Superwahljahr 2028/29 vorzubereiten. Bis auf zwei erfahrene Genoss:innen ist das Gremium komplett neu besetzt.
Die Mitglieder des neuen Kreisvorstands im Überblick:
- Nele Vacariu (Ottobeuren, Unterallgäu): Zuvor bereits im Vorstand aktiv, übernimmt sie nun das neu geschaffene Amt der Kreissprecherin.
- Gero Strohmenger (Oy-Mittelberg, Oberallgäu): Er bleibt dem Kreisverband als Konstante erhalten und führt sein Amt als Schatzmeister fort.
- Vincent Alexowsky (Bad Grönenbach, Unterallgäu): Zieht als neues Mitglied in den Vorstand ein und bekleidet die ebenfalls neu eingeführte Position des Jugendpolitischen Sprechers.
- Beisitzer:innen: Das Team wird durch die neu gewählten Mitglieder Elisabeth Dopfer (Germaringen, Ostallgäu; Kreisrätin), Andrea Rudek (Biessenhofen, Ostallgäu), Martin Kürsten (Memmingen) und Markus Krause (Lindau) komplettiert.
Die neuen Genoss:innen im Kreisvorstand stecken alle voller Tatendrang, was auch das neue Vorstandsmitglied Andrea Rudek mit folgendem Zitat von Jane Goodall unterstreicht:
„Wenn wir die Zukunft ernst nehmen, dann müssen wir aufhören, sie anderen zu überlassen, sondern selbst aktiv werden!“
Strukturelle Neuerungen und Zusammenarbeit mit der Jugend
Mit den Wahlen geht eine wichtige Strukturreform im Kreisverband einher. So wurden die Ämter der Kreissprecherin sowie des Jugendpolitischen Sprechers neu geschaffen. Bei der Position der Kreissprecherin, die vor allem koordinative und repräsentative Aufgaben übernimmt, handelt es sich planmäßig um eine quotierte Doppelspitze. Der zweite Platz an der Spitze blieb auf dem Kreisparteitag mangels Kandidaturen zunächst unbesetzt und soll im Herbst dieses Jahres planmäßig nachgewählt werden.
Die Einführung der Position des jugendpolitischen Sprechers ist ein klares Signal: Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreisverband und der im Februar 2026 neu gegründeten Basisgruppe Allgäu der Linksjugend [’solid], des parteinahen, aber unabhängigen Jugendverbands, soll gestärkt werden. Die jungen Genoss:innen der Linksjugend [’solid] sind hoch motiviert, so werden sie am 27. Juni in Kempten einen Aktionstag gegen Sozialkürzungen durchführen und bei den Allgäuer CSDs präsent sein und dort eine sozialistische Perspektive auf Queerpolitik und Feminismus einbringen.
Inhaltlicher Fokus auf soziale Themen
Inhaltlich liegt der Fokus des neuen Vorstands ganz auf der sozialen Frage. Die Linke Allgäu plant, sich im kommenden Sommer und Herbst intensiv an Sozialprotesten zu beteiligen, die Mietenkampagne der Partei Die Linke auch im Allgäu umzusetzen und die Vernetzung mit den lokalen Gewerkschaften deutlich auszubauen. Gerade in Zeiten brutaler Kürzungen im sozialen Bereich und von Preissteigerungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran will die Partei an der Seite der Beschäftigten und sozial Benachteiligten stehen.
Dies unterstreicht auch die frisch gewählte Kreissprecherin Nele Vacariu:
"Wir sind die oppositionelle Kraft, die sich klar der nicht mehr so Großen Sparkoalition entgegensetzt und für das gute und bezahlbare Leben für alle im Allgäu einsteht."
Die Mitgliederversammlung im Gewerkschaftshaus Kempten markiert damit nicht nur personell und inhaltlich, sondern auch symbolisch die Bestrebung nach einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Arbeiter:innen- und Gewerkschaftsbewegung in der Region.
